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EPISODE 5

Leiter der Abteilung 2, Montageabteilung 1, Erste Montageeinheit der Montageabteilung.Harumi Watanabe

Foto: Kitchen Minoru

Oh nein, wollen Sie wirklich ein so grosses Foto von mir zeigen? Das ist mir peinlich ... Ich war vor anderen Menschen immer nervös. Ich weiss, dass ich viel rede, aber ehrlich gesagt bin ich ein schlechter Redner.

Es ist nun fünfzehn Jahre her, seit ich die Highschool abgeschlossen und in diesem Unternehmen angefangen habe. Ich arbeite seitdem in der Montageabteilung. Als ich in das Unternehmen eintrat, war ich ziemlich glücklich, hier eingesetzt zu werden. Ich bin geschickt mit meinen Fingern, ich mag Handarbeit und vor allem kann ich mich hier den ganzen Tag in meine eigene Welt versenken, ohne mit jemandem sprechen zu müssen (lacht). Aber bevor ich mich versah, wurde ich Abteilungsleiterin und jetzt muss ich ständig mit Leuten sprechen. Wer hätte das gedacht? (lacht)

Ich war tatsächlich die erste weibliche Unterabteilungsleiterin in der Montageabteilung. In dieser Abteilung arbeiteten viele Frauen, und so wurde die Zahl der Frauen in Führungspositionen erhöht. Es gibt tatsächlich viele Situationen und Sorgen, die schwer zu verstehen sind, wenn man keine Frau ist, sei es morgendliche Übelkeit oder ein Kind, das Fieber hat. Ich denke, dass es einfacher ist, darüber mit einer Frau in der Führungsposition zu sprechen. Es ist besser, alle in Ihrem Team zu unterstützen, die ihr Bestes geben wollen, auch wenn die Umstände es ihnen vielleicht schwer machen, sonst geben sie beispielsweise ihre Arbeit auf, sobald sie Mutter werden.

Natürlich muss ich in mancher Hinsicht streng sein, es ist schliesslich Arbeit, aber ich versuche, zugänglich zu bleiben – ich beginne Gespräche während der Arbeitspausen, mache viele Witze und betrachte Kommunikation generell als einen wichtigen Aspekt der Arbeit. Ich kann mich doch nicht mehr als schlechte Rednerin bezeichnen, oder?
Ausserdem möchte ich meine Arbeit beenden und pünktlich nach Hause kommen, auch ohne Druck von meinen Mitarbeitern. (lacht) Jeden Morgen sage ich allen: „Ich möchte weder, dass ihr noch ich unnötig Überstunden machen, also lasst uns unser Bestes geben!“

Derzeit gibt es dreizehn Fertigungslinien in der Montageabteilung. An den stark ausgelasteten Linien arbeiten 40 Mitarbeiter im Massenproduktionsstil, während kleinere Linien wie unsere Cine Objektiv-Linie nur vier bis fünf Mitarbeiter benötigen. Ich bin für alle OEM- und Cine Objektiv-Linien verantwortlich. Bei der Objektivherstellung ist die Kapazität der Fertigungslinie gleichbedeutend mit der Kapazität des gesamten Herstellungsprozesses. In dieser Hinsicht spürt man schon einen gewissen Druck.

Die Struktur von Cine-Objektiven unterscheidet sich völlig von der von Fotoobjektiven, sodass Mitarbeiter, die Erfahrung mit Fotoobjektiven haben, Cine-Objektive nicht einfach auf die gleiche Weise montieren können. Bei der Konstruktion von Cine-Objektiven gibt es viele Teile, die besondere Aufmerksamkeit erfordern, und ein Grossteil des Know-hows und der Fähigkeiten, die bei der Montage von Fotoobjektiven erworben wurden, kann nicht angewendet werden. Auch bei Fotoobjektiven unterscheiden sich die Produktionsmenge und -geschwindigkeit. Man benötigt eine effiziente Montageeinrichtung, die es den Mitarbeitern ermöglicht, die Prozesse schnell zu verstehen und fehlerfrei zu montieren, aber bei Cine Objektiven ist das anders. Die Zoom-Objektive, mit deren Montage wir im Februar begonnen haben, sind besonders schwierig. Es war sehr aufwendig, eine Einrichtung zu schaffen, die sowohl unseren Anforderungen an Präzision als auch an Geschwindigkeit gerecht wird.

Früher wäre ich in einer solchen Situation wohl frustriert und unausstehlich gewesen. Aber jetzt können wir uns auf ein starkes Team verlassen. Wenn es Probleme mit den Zoom-Objektiven gab, kamen Mitglieder des Teams für Festbrennweiten-Objektive oder andere Teams und halfen uns. Ich schätze mich in dieser Hinsicht sehr glücklich. Dank der vielen kompetenten Menschen, die hier mit mir arbeiten, kann ich einen sehr schwierigen Job machen.

Anstelle von Geschicklichkeit oder handwerklichem Können ist es wichtiger, ein gutes Bewusstsein und Verständnis zu haben und zu wissen, wie man in einer Führungsposition kommuniziert. Um es klar zu sagen: Der Erfolg unserer Arbeit hängt von der Arbeit aller Beteiligten ab. Ich denke, für eine Führungsposition braucht man jemanden mit Verantwortungsbewusstsein, einem tiefen Verständnis für die Arbeitsbedingungen und der Fähigkeit, mit den Vorgesetzten in Kontakt zu bleiben und ihnen Empfehlungen zu geben. In meinem Team gibt es viele Frauen, die grossartige Führungskräfte wären. Ich habe grosses Vertrauen in sie und bin mir sicher, dass sie bald die Teams unserer Montageabteilung leiten werden.

Harumi Watanabe

Leiterin der Abteilung 2, Montageabteilung 1, Erste Montageeinheit der Montageabteilung.

Geboren in Aizu Misato in der Präfektur Fukushima. Verantwortlich für Wechselobjektive in der Montageabteilung.
„Auf jeden Fall trinke ich gerne Alkohol, besonders japanischen Sake. Der Sake Made in Aizu ist sehr gut!“

Der äusserst schwierige Montageprozess von Cine-Zoom-Objektiven. Die Anspannung am Arbeitsplatz ist spürbar.

Episode in Aizu

Sie arbeitet an vorderster Front unserer Produktion. Die Montageabteilung ist die letzte Stufe im Herstellungsprozess. Sie ist sehr engagiert, die Produktionszahlen einzuhalten, und arbeitet so schnell und sorgfältig wie möglich, ohne dabei die Zuverlässigkeit zu beeinträchtigen. Bei einer Geschäftsüberprüfung im letzten Jahr erhielt sie viel Lob und wurde für die verbesserte Produktivität bei Cine Objektiven mit einer Goldauszeichnung geehrt. Sie ist bestrebt, sich weiter zu verbessern, und ihre Leistungen sind beeindruckend. Sie ist eine geradlinige Persönlichkeit mit einer gewissen weiblichen Aufmerksamkeit, weshalb ihr im Team alle, unabhängig vom Geschlecht, vertrauen und sich auf sie verlassen.
(Denju Matsumoto, Geschäftsführer der Montageabteilung)

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